
Holzskulpturen, Produktion von Skulpturen aus Holz, Handwerk in Gröden, Tradition der grödener Holzschnitzerei
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 Holzschnitzereien
Die Holzskulpturen sind das Produkt eines bekannten Kunsthandwerkes: die Holzschnitzereien des Grödnertales, in den Dolomiten.
Ein natürliches Material, geeignet für jede Art von Handarbeit: das Holz hat immer die Aktivitäten des Menschens begleitet. Man erzählt, dass die Tradition der Skulptur im Holz von einem jungen Schäfer im siebzehnten Jahrhundert begonnen wurde, welcher anfing, kleine Holzteile zu schnitzen während er seine Schafe weidete.
Im 7. Jahrhundert war die Kunst der Holzschnitzerei schon eine reife und entwickelte Kunst, wie es die große Sammlung von Skulpturen im Museum für ladinische Geschichte und Kultur in St. Ulrich (Museum de Gherdeina) beweist. Hier können Sie unter anderem Holzskulpturen von bekannten Bildhauern, Statuen der religiösen Kunst und auch viele profane Holzskulpturen und allegorische Figuren, Tiere und Schachfiguren bewundern.
Die Holzskulpturen waren in der Regel auf Anfrage, und zwar handelte es sich meistens um Madonnen, Heilige, Jesu auf Kreuz, Engel aber auch ganze Altare und Krippen, die mit der Zeit immer größer wurden. Die profane Skulpturen in Holz wurden auf der anderen Seite mit Kreativität von den einzelnen Holzschnitzer des Tales hergestellt: Puppen, Schaukelpferde, Soldaten, Kostüme sowie tägliche Objekte.
Die Holzskulpturen wurden direkt von den Herstellern durch eine Art von Wanderhandel verkauft. Die Skulpturen wurden während der langen Wintermonate, wenn alle anderen Aktivitäten in den Feldern unmöglich wurden, produziert. In den Sommermonaten waren es die Handwerker selbst, die durch ganz Europa wanderten um ihre Skulpturen zu verkaufen.
Die Herstellung von Holzskulpturen war schon immer sehr groß, wenn man bedenkt, dass Anfang des 9. Jahrhunderts zwei Drittel der Bevölkerung des Grödnertales in dieser Aktivität eingespannt waren und dass das Habsburger Reich das Fällen von Bäumen, die vom Aussterben bedroht waren, verhinderte. Während die Produktion von religiösen Holzfiguren eine Nische war, die nur von wenigen ausgezeichneten Handwerkern betroffen war, entwickelte sich die Produktion von profanen Figuren in vielen Familien. Diese Produktion verbreitete sich immer mehr auch auf Grund von einer immer größeren Nachfrage. Im 10. Jahrhundert wurde der Wunsch der starken Gewinne immer größer und es entwickelte sich ein starker Wettbewerb zwischen den einzelnen Familien im Tal, die Preise senkten und die Holzschnitzereien eroberten den Markt Weltweit. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlohr die Produktion von Holzskulpturen in der Familie, denn neue Geschäfte schienen attraktiever: der Tourismus und der Wintersport besetzten seitdem die Gedanken der Grödner und ihre Interessen. Die Produktion von profanen Holzskulpturen konzentrierte sich in großen und kleinen Unternehmen, in denen die Qualität nach wie vor sehr hoch ist. Die Produktion religiöser Kunst blieb in den Händen der geschickten Meister.
Die Meister des DpWoodcarvings sind Nachfolger dieser alten Tradition und bringen bei der Herstellung von Holzskulpturen die Erfahrung und Leidenschaft mit, welche noch heute di Grödner Holzschnitzerei charakterisieren.
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